Baumfreunde

HEILKRAFT DER BÄUME

Bäume sorgen nicht nur für die Produktion unsere Atemluft, indem sie Kohlendioxid aufnehmen und Sauerstoff abgeben, sondern haben je nach Baumart auch unterschiedlichen Heilwirkungen, die unsere Vorfahren schon vor Jahrhunderten zu nutzen wussten.

Die moderne Medizin hat uns die Verwendung und Anwendung von Blättern, Rinden und Pflanzensäften schon fast vergessen lassen, doch immer häufiger drängt das alte Wissen wieder an die Oberfläche, um uns mit natürlichen Alternativen bei Krankheiten zur Verfügung zu stehen, ohne die oft schweren Nebenwirkungen pharmazeutischer Präparate in Kauf nehmen zu müssen.

Das Wissen über die Heilkräfte der Bäume lässt uns mehr Respekt und Mitgefühl gegenüber unseren Bäume empfinden und einige davon mit Freude im eigenen Garten auszupflanzen. Neben der Aufnahme durch Tee, Saft oder Auflagen hilft auf feinstofflicher Ebene ebenso die Nähe zu den jeweiligen Bäumen.

BIRKE (Betula alba)

Wirkung: Entschlackung

Tee: 80 Gramm Blätter mit 0,5 Liter kochendem Wasser aufgießen, 5 Minuten köcheln lassen, 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und 3-4 Tassen täglich trinken

Die Blätter enthalten Bitterstoffe, Gerbstoffe und Mineralien. Ein Teeaufguss aktiviert und reinigt die Nieren, fördert die Bildung und den Abfluss von Gallenflüssigkeit, schwemmen Schadstoffe aus dem Körper aus, hilft bei Blasenentzündung.

Rinde: Als Umschlag kann abgekochte Birkenrinde gegen chronische Hauterkrankungen und gegen Hautpilz helfen.

FICHTE (Picea abies)

Fichtennadeltee hilft bei Atembeschwerden, zur Blutreinigung gegen Parodontose, Husten und Bronchitis.

Fichtenspiritus zur äußeren Anwendung, heilt Gelenke, Muskelschmerzen, Rheuma, Gicht, Ödeme.

Fichtennadelauflage hilft bei Gelenksrheuma, Atemwegsproblemen.

Fichtensprossensaft löst Schleim und Husten.

Fichtenharz in Wein gelöst lindert Nierenleiden.

Ätherisches Öl hilft bei Atemwegserkrankungen, Grippe und Kopfschmerzen.

EICHE (Quercus)

Wirkung: Stärkung von Körper und Geist, entzündungshemmend, blutstillend, narbenbildend, zusammenziehend, festigt Gewebe, entgiftend.

Eichenrindensud zur äußeren Anwendung- 100 Gramm Rinde in 1 l Wasser aufkochen, 10 Minuten köcheln, dann 1 Tag ziehen lassen, und mit dem Sud Sitz oder Fußbäder nehmen, gurgeln, oder Umschläge.

Hilft gegen Fußschweiß, Hämorrhoiden, Venenentzündung, Zahnfleischbluten und Zahnfleischentzündungen, sowie bei nässende Wunden.

Eichenblatttee – einen Teelöffel Blätter pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten köcheln lassen, 3-4 Tassen täglich trinken.

Eichenblatttee hilft bei starken Regelblutungen, Durchfall, Leber und Blasenleiden, sowie bei Vergiftungen.

Seelisch hilft die Eiche, die eigenen Grenzen anzunehmen, und sich nicht ständig zu übernehmen, wirkt gegen Erschöpfung und spendet neue Kraft.

HOLUNDER (Sambucus nigra)

Wirkung: Stärkung fürs Immunsystem, fiebersenkend bei Erkältungen, Beerensaft lindert Heuschnupfen

Tee von den Blüten: 1 Teelöffel getrocknete Holunderblüten mit 0,25 l kochendem Wasser übergießen, zudecken und 10 Minuten ziehen lassen, 3 Tassen täglich heiß trinken und Bettruhe halten.

Hilft bei fieberhaften Erkältungen, wirkt schweißtreibend.

Saft und Sirup der schwarzen Beeren: Wirkt vorbeugend gegen Infekte im Nasenrachenraum und Bronchien, wirkt virushemmend, und hilft bei Heuschnupfen. Begleittherapie bei Krebserkrankungen durch den hohen Flavonoidgehalt.

Seelisch hilft der Holunder in Krisen wieder „Boden unter den Füssen“ zu bekommen.

LINDE (Tilia)

Tee: 1 Esslöffel getrocknete Lindenblüten pro 0,25 l kochendem Wasser aufgießen, zudecken und 5-10 Minuten ziehen lassen, und über den Tag verteilt trinken. Hilfe bei Erkältung, Schlaflosigkeit, Arteriosklerose

Lindenkohle: wird bei Verbrennungen, Wunden, Zahnschmerzen, Margen/Darmtraktstörungen und Blähungen verwendet, gut für die Entgiftung, sie kann das 90-fache Ihrer eigenen Menge an Giftstoffen bilden.

Blätter: In Wein gekocht helfen gegen Bauchschmerz

Rinde: In Essig abgekocht hilft diese gegen Geschwüre

WALLNUSSBAUM (Juglans regia)

Wirkung: sorgt für klaren Kopf, Gehirnnahrung

Tee: 1 Teelöffel Blätter pro Tasse mit kochendem Wasser aufgießen, 10 Minuten ziehen lassen, Abzeichen, 2 Tassen täglich trinken (max. 6 Wochen lang). Gut zum Gurgeln, für Umschläge, bei Magen/Darm Erkrankungen, Gicht, chronisch Erkältungen, Rachenentzündungen, Augen- und Venenentzündungen, Hautleiden

Saft aus den grünen Nussschalen zum Gurgeln hilft bei Mundentzündungen.

Die Früchte der Walnüsse beugen Krebs vor, helfen bei Parkinson, Alzheimer und Herz/Kreislauferkrankungen.

 

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